Galerie Claudia Simon

 
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Zbyszek Gula

AFFENGEIL

8. April bis 7. Mai 2005

Zbyszek Gula wurde 1963 in Polen geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tony Cragg und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Neben seinem skulpturalen Arbeiten widmet er sich als eigenständige künstlerische Schöpfung der Zeichnung und der Malerei.

Zbyzek Gula arbeitet themenbezogen, nach eigenen Interessengebieten, als Experimentier-felder aus denen er schöpft um zu vielfältigen inhaltlichen und künstlerischen Lösungs-möglichkeiten zu gelangen. „Es muß immer für mich selber spannend bleiben.“ beschreibt er seine Arbeitsweise. Eine Vorgehensweise, die seinen Arbeiten zugute kommt.

In der hier präsentierten Ausstellung zeigt er ein reiches Spektrum seiner Ölbilder und Zeichnungen, in dem der Affe zum Protagonisten für menschlich-tierische bzw. tierisch-menschliche Reflexionen wird. Zbyszek Gula´s Interesse gilt den komplexen Affinitäten und Ambivalenzen, die zwischen Mensch und Tier herrschen und hier als sich spiegelnde respektive sich verkehrende Welten ins Bild gebracht werden.

Als urzeitliche Ahnen gleicht der Affe uns wie kein anderes Tier und so gerät die Betrachtung zum prekären anachronistischen Blick in den Spiegel, der wie eine Zeitschleife uns selbst vor Augen führt. Die Suche des Menschen nach Selbsterkenntnis und Bestätigung offenbart hier, im Moment des Wiedererkennens, unsere emotionale Nähe, aber auch den schmerzlich empfundenen Verlust der Einheit, während unsere urzeitlichen Ebenbilder mit sich und ihrer natürlichen Umwelt im Einklang leben und scheinbar auch nicht nach mehr verlangen.

Zbyszek Gula gesteht dem Affen eine potentielle Entscheidungsfreiheit zu. Hypothetisch befragt und ertastet er mit jedem geschaffenen Bild aufs Neue die Nabelschnur oder Zündschnur, die das Tier mit dem Menschen verbindet.

(Claudia Simon)